Sonntag, 7. Dezember 2008

... jetzt auch mit Adventskranz bei -15°

Erst 7 Tage sind seit meinem letzten Blogeintrag vergangen - ihr werdet begeistert sein, was sich seitdem positiv in Richtung Weihnachtsvorbereitung entwickelt hat....


1. Ich habe einen Adventskranz kreiert (echte Tanne - wundervoller weihnachtslicher Duft macht sich in meiner Wohnung breit)
2. Die meisten Plätzchenzutaten wurden beschafft (scheitere noch an gemahlenen Haselnüssen, Küchenwaage bzw. alternative Meßmöglichkeit und Anis)
3. Heute waren wir in Kitchener bei winterlichen -15° auf dem Weihnachtsmarkt - natürlich nicht ohne Bratwurst im Brötchen und Glühwein zu genießen :+)
4. Es dauert nur noch 1,5 Wochen bis ich meine ganz persönliche Weihnachtslieferung am Flughafen in Toronto einsammeln kann :+)))))
5. Es dauert nur noch 2,5 Wochen bis mit Britta und Ellen mein nächster Deutschland-Besuch angeflogen kommt (Mädelz: das wird einfach nur toll!)

Heute morgen hieß es allerdings mal wieder Abschied nehmen - für Katharina wird es nach Zwischenstopp in Quebec City, Montreal und New York nach 3 Monaten Ausbildung Siemens Kanada auch schon wieder Richtung Deutschland gehen. Gestern Abend ging es aber vorher noch zum nachträglichen Geburtstagsessen zu einem unserer Lieblingsthai-Restaurants nach Burlington bevor wir uns im Schneesturm mit mal so ziemlich keiner Sicht geradeaus über das Festival of Lights (verschiedene Figuren aus bunten Lichern) an der Waterfront Richtung sicheres Appartment kämpften.

Bilder folgen hoffentlich die Tage (bin diesmal auf Zulieferung angewiesen :+))

By the way - meine Bewerbungsreise ist gebucht - werde am 15. Januar das erste mal nach 8,5 Monaten wieder deutschen Boden betreten - freue mich schon total einige von euch dann endlich wiederzusehen!

Sonntag, 30. November 2008

Kanadische Vorbereitung auf Weihnachten

In Deutschland würde ich heute meine (erste) Kerze am Adventskranz anzünden und die ersten Weihnachtsplätzchen genießen. Dazu vielleicht ein Glühwein nach einer Runde über den Weihnachtsmarkt. Der einzigste "Haken" - ich bin ja nicht in Deutschland. Einen Adventskranz suchte ich hier vergebens, Alkohol auf offenen Straßen steht man hier nicht sehr offen gegenüber (Glühwein ade) und mit Weihnachtsmärkten ist es hier auch ein wenig weit hergeholt. Da sich aber auch die Kanadier auf Weihnachten vorbereiten wollen schauten wir (Sabrina, Arsalan, Marno und Robert waren mit an Bord) uns gestern mal die hier gültigen Vorbereitungsprozedur am Nathan Phillips Square (Rathausplatz in Toronto) genauer an.....


Bei Livemusik mit teilweise weihnachtlichen Songs wurde das Festival "Cavalcade of Lights" eingeleitet, das seinem Namen alle Ehre machen sollte.



Der Höhepunkt des Abends war das abschließende Feuerwerk - einfach atemberaubend! Untermalt wurde das ganze von wunderschöner Musik. Ich hoffe sehr euch an dieser Stelle mit Videos anstatt von Fotos einen guten Eindruck vermitteln zu können:









Unglaublich toll die Stimmung gestern..... aber heute.... hätte ich trotzdem gern die ersten Weihnachtsplätzchen (vor allem die unschlagbaren Brownies meiner Ma!)... hmmm und ein Adventskranz habe ich immer noch nicht..... mal schauen ob ich mir für den zweiten Advent einen basteln kann (unglaubliche Herausforderung denen ich mich hier stellen muss :+))))

Mittwoch, 26. November 2008

NBA - Toronto Raptors live im Air Canada Centre


Am Mittwoch war es soweit - mein erstes Basketballspiel live - und dann direkt ein Spiel der Toronto Raptors (einzigstes kanadisches NBA-Team)! Was soll ich sagen, die Leistung von Chris Bosh war einfach unglaublich..... da lässt sich ein wenig Schwärmerei wohl kaum vermeiden.
Die Raptors haben gegen die Charlotte Bobcats 93:86 gewonnen - ohne Chris Bosh wohl undenkbar :+)))

Sonntag, 16. November 2008

Western Caribbean Cruise

Freitag früh ging es für mich nach Buffalo um von dort über Atlanta nach Miami zu fliegen. Nach ein paar Stunden endlos wirkender Wartezeit, richtiges Ankunftsterminal suchen und finden, landete auch Dennis in Miami und somit wir zwei in unserem Hotel um Samstag früh unser Kreuzfahrtschiff und unsere Oceanview-Kabine auf der Carnival Liberty zu beziehen. Dann hieß es Entspannung AHOI :+)


Samstag und Sonntag waren zunächst reine Seetage - nach dem Ablegen von Port Miami war zunächst erstmal nur Wasser in unserem Sichtfeld.
(Ok - das stimmt nicht ganz, die unzähligen absolut übergewichtigen Nimmersatt-Kreuzfahrt-weil-gutes-Essen-Reisenden konnten wir bei bestem Willen nicht übersehen)

Ausschlafen - zumindest ohne Wecker, aber aufgrund des Jetlag's von Dennis wurde auch ohne Wecker nicht wirklich ausgeschlafen; chillen und genießen (insbesondere die tollen Aussichten bei Sonnenuntergang) - die Stichpunkte die diese Tage am treffensten beschreiben!

Montag ging es dann das erste mal an Land - Cozumel, Mexico hieß das Ziel. Unser Tagesausflug führte uns jedoch zunächst nach Playa del Carmen und von dort aus nach Tulum, einer Maya-Tempelstätte direkt am Meer (http://de.wikipedia.org/wiki/Tul%C3%BAm). Nach der Erkundung dieses historischen Platzes wurde erstmal ein Bad in der karibischen See genommen - phantastisches Wasser, unglaublicher Strand und noch unglaublichere Aussichten....


Nach diesem Ausflug folgte noch ein Tagesausklang bei mexikanischen Köstlichkeiten im Hafen inklusive Sonnenuntergang bei Strawberry-Margaritas :+)

Zum Ausgleich folgte dann erstmal wieder ein Seetag um dann am Mittwoch nach Frühstück im Bett Grand Cayman Island zu erkunden. Zunächst wurde beim ausführlichen Schnorcheln erstmal die Unterwasserwelt begutachtet und für sehr ansehnlich erachtet. Um es mal unfachlich zusammenzufassen: Fische vielerlei Größen und Farben sowie teilintakte Riffe. Anschließend genossen wir das Baden und Dösen am bekannten Seven Mile Beach bevor wir ein wenig obligatorisch im Steuerparadies shoppten :+)




Am nächsten Tag erreichten wir bereits Ochos Rios, Jamaica. Der erste Eindruck war atemberaubend. Der Regenwald reicht hier tatsächlich fast bis direkt an den Strand. Nach Ankunft entschieden wir uns direkt zu den Dunn's River Falls zu fahren um noch vor dem großen Touristensturm dieses tolle Naturspektakel zu genießen - wie sich herausstellte genau die richtige Entscheidung. Da wir nicht Hand-in-Hand mit allen anderen Touristen in ihren gemieteten Wasserschuhen die Falls heraufkrabbelten konnten wir zeitweise ganz alleine ein Bad in den Wasserterrassen genießen!

Nach diesem Ausflug wurden wir erstmal ein wenig regen-geduscht....anschließend folgte dann eine kleine Erkundungstour durch die Port-Gegend und dann Entspannung an einer kleinen Privatbucht.

Der restliche Cruise-Ablauf ist wieder mit den obigen Stichpunkten am besten zu beschreiben..... wobei ein wenig Wasserrutschen war auch noch dabei :+) und einen leider unerfolgreichen Casinoabend hatten wir auch noch eingelegt - aber naja - wir kennen ja alle das entsprechende Sprichwort und man kann ja nicht überall Glück haben! :+)

Unser Fazit: sehr tolle Ziele, toller Cruise - aber dennoch keine Art von Urlaub die wir so bald nochmal machen würden. Die Zeit an Land ist einfach zu kurz um tatsächlich das Land zu erkunden und Plätze und Eindrücke abseits von den Touristenports zu ergründen. Die Zeit an Bord ist natürlich sehr entspannend aber dennoch ist es ein wenig hart die ganze Zeit das tolle Blau des Meeres zu sehen und dennoch nicht darin schwimmen, schnorcheln oder tauchen zu können.
Die Gourmet-Köstlichkeiten sind überwältigend - aber genauso überwältigend abschreckend ist es zu sehen, dass Essen für einige Leute die Hauptbeschäftigung für ihre Reise ist und wie achtlos unglaubliche Mengen aufgeschauffelt, übriggelassen und dann weggeschmissen werden.

Samstag sollte dann ja eigentlich schon wieder Abschied auf dem Programm stehen, aber aufgrund einer ungeplanten Reiseroutenänderung übernachtete Dennis nochmal eine Nacht in Burlington um dann am Sonntag wieder Richtung Deutschland zu fliegen.... Leider wieder viel zu schnell verflogen die gemeinsamen tollen Tage - diesmal dauert es jedoch nur 4,5 Wochen bis wir uns für ein gemeinsames Weihnachtsfest im winterlichen Burlington (Sonntag hat es hier bereits geschneit) wiederzusehen - ich sage mal "der Countdown läuft" :+)

So, dann lasse ich mich mal überraschen wie lange ich dieses Entspannungslevel morgen im Büro aufrechterhalten kann..... hmmmmm.....naja wenn ich wieder meine Erinnerung auffrischen muss schaue ich mir auch nochmal die Fotoauswahl an die ich für euch wieder online gestellt habe!

Bis bald,

Eure
Vanessa

Montag, 3. November 2008

Abschied von Bine & Halloween...

die letzten zwei Wochen waren doch recht düster.... zumindest im übertragenen Sinne!
Vorletztes Wochenende gab es nach sechs gemeinsamen Monaten in Kanada ein Abschied zu verzeichnen.... für Bine ging es zurück nach Deutschland! Natürlich nicht ohne am letzten Abend nochmal gemeinsam Clubben zu gehen. Für dieses Ereignis - und die Überraschungsparty für ihren Freund ging es am Freitag in die C-Lounge in Toronto (Fotos ergänzt unter "Toronto bei Nacht (Clubbing)").... danach hieß es bis bald!


Was ist sonst noch so passiert? - Ich habe die ersten Schneeflocken gesehen.... ok ok, es waren höchstens so 4 auf der Heimfahrt vom Büro - aber NICHT nur ich habe sie gesehen... wie mir eine Nachbarin im Fahrstuhl dann bestätigte. Nun fein, dass wäre für diesen Blogeintrag wohl genug Liebe zum Detail :+)... sonst gab's mal wieder gut Arbeit, Yoga, Sport, Spaziergänge und Burlington Restaurant-Erkundungen.... jammiiii!


Freitag ging es dann zu einer privaten Halloweenparty in Toronto - wirklich ein Spass! Vor allem die Kreativität bzgl. einiger Kostüme war echt bemerkenswert. Natürlich gibt es auch hier wieder einige Fotos für euch... diesem zelebrierten Halloween Spektakel habe ich auch ein eigenen Ordner gewidmet.



Das nächste Update gibt es dann in zwei Wochen, denn am Freitag geht es für mich nach Miami um dann ab Samstag mit meinem Schatz eine einwöchige Kreuzfahrt zu genießen.... nach sieben Wochen haben wir uns das wohl verdient :+)

Dienstag, 21. Oktober 2008

Wellen der Weltwirtschaftskrise in Burlington?


Mittlerweile ist der Indian Summer auch bis an die Waterfront in Burlington gerückt. Die Temperaturen entschließen sich mit den aktuellen Aktien- und Finanzmarktentwicklungen zu harmonisieren und gehen eindeutig nach unten - von einer Krise ist hier umgebungstechnisch aber noch lange nicht zu sprechen!
Das letzte Wochenende verbrachte ich einfach mal in meinem krisensicheren kanadischen Heimathafen (ohne Wecker - dafür mit einmal Yoga extra) und meiner direkten Umgebung - Spaziergänge in der Herbstsonne in Burlington Downtown, Waterfront und Beach (ok ok ein kleiner Shoppingausflug in eine Outlet-Mall war auch dabei, aber gewisse Ritualien sollte man auch pflegen - außerdem wäre somit mein Anteil zur Wirtschaftsunterstützung geklärt :+)))...

Damit ihr euch einen Überblick über die aktuelle Nicht-Krisenlage hier verschaffen könnt gibt es ein paar Fotoergänzungen in meinem ersten Album "Wohnung & direkte Umgebung".

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Chicago oder auch „the windy city“...

… nachdem ich in New York ja bereits das gleichnamige Musical gesehen habe folgte nun die Begutachtung des Ortes des Geschehens – es ging auf nach Chicago.
Erste elementare Richtigstellung: Chigaco hat nicht etwa wegen seiner Wetterverhältnisse den Kosenamen „windy city“ sondern eigentlich wegen der historisch politischen Situation oder vielmehr der Politiker, die ihre Einstellungen und Entscheidungen so schnell änderten wie sich andernorts der Wind dreht…. – aber davon ab, kann es aufgrund der geografischen Lage natürlich dennoch recht windig werden…

Freitag wurde überpünktlich das Büro verlassen um gegen 13:30 von Burlington zu starten.
Unsere 5-Personen-Reisegruppe war folgendermaßen zusammengesetzt: Sabrina, Arselan, Moe, Katharina (seit September Ausbildungseinsatz Siemens Kanada) und meinereins.
So, nachdem diese Personalien geklärt wären wenden wir uns wieder der Reiseroute zu.

Nach einer kleinen Stärkung ging es Richtung Westen…. durch Ontario, über die Grenze nach Detroit, durch Michigan, Indiana und schließlich durch Illinois nach Chicago. Inklusive Rast bei Pizzahut kamen wir nach ca. 10 Std. Fahrt etwas gerädert in Chicago an. Schon bei der Ankunft entschädigte die Skyline by night für die Fahrt und lockte uns nach dem Check-Inn in unserem sehr passablen Hotel direkt an der Michigan Avenue (Magnificent Mile) noch auf eine erste nächtliche Erkundungstour. Somit bekamen wir einen guten Eindruck von der direkten Umgebung und genossen die imposante Skyline beim Schlendern durch Chicago. Besonders nett war die Begegnung mit dem Nachtportier vom Marquette Building (1895 fertig gestellt und „Denkmal“ für die architektonische Vielfalt und Besonderheit Chicagos), denn dieser lud uns förmlich ein Nachts um halb zwei noch ein wenig das Gebäude vom Inneren zu begutachten (sehr lohnenswert - http://en.wikipedia.org/wiki/Marquette_Building_(Chicago)).

Am Samstag ging es nach dem Tagesstart beim Frühstück (mein Favorit der Wecker – da war er wieder und sollte mich diesem Wochenende auch wieder verfolgen!) auf die sportliche „zu-Fuß-Erkundungstour“. Stationen waren die Library, Sears Tower, Brücken Chicago River Ecke Monroe Street (bedingt durch Start einer Segelbootgruppe wurden Brücken gerade geöffnet), Union Station, Civic Opera House, Washington Street, City Hall, Millenium Park (hier hat mich das “Cloud Gate” besonders begeistert – gibt es natürlich auch einige Fotos von :+)), Michigan/Magnificient Mile, Wrighleys Building, Historic Watertower und….. der Disneystore (spätestens hier kam ich ins Schwärmen – Bambi und Co. sind einfach klasse :+))


Die Mittagspause verbrachten wir in einem italienischen Restaurant mit einigen kleinen Showeinlagen – Katharina musste bei Ankunft unserer Calamari-Vorspeise erstmal das Weite suchen, da sie sehr allergisch auf Aussehen und Geruch etwaiger Meeresfrüchte reagiert und Sabrina bekam bei ihrem Shrimps-Salat tatsächlich 2 Shrimps serviert, die somit so grade den Plural rechtfertigten….. nun ja – ich war mit meiner Wahl glücklicherweise sehr zufrieden.
Nach der Pause ging es dann auf das Hancock Building um die Stadt und ihre architektonischen Highlights von oben zu genießen. Nach diesem Ausflug über die Dächer Chicagos ging es am Abend Richtung Navy Pier um die nächtliche Skyline aus dem Ferris Wheel (Riesenrad) zu begutachten.
Anschließend waren wir uns einig, dass wir an diesem Tag genügend Kilometer zu Fuß zurückgelegt hatten, so dass wir für die restliche Abendgestaltung (frischen und hübschen im Hotel, Drink in irischem Pub – ja, ja, das mit der Jazzbar sollte an diesem Abend leider nix werden) auf die nette Erfindung des tariffreien Chicago-Trolley und U-Bahn zurückgriffen!

Nachdem wir dann Sonntag von meinem Freund dem Wecker in den Tag geleitet wurden und unser Frühstück genossen hatten ging es in unterschiedlichste Richtungen… für Katharina und Moe ging es ins Museum, für Arselan ins Planetarium und Sabrina und ich genossen die Chigaco Beaches bei absolutem Sonnenschein. Später traffen wir uns dann wieder zum obligatorischen Shopping in dem Water Tower Place (sehr ansehnliche Shoppingmall). Anschließend folgte noch die Begutachtung des Chicago Culture Centre (ehemalige sehr schmucke Bücherei mit Tiffany’s Kuppeln). Damit uns an diesem Abend keine schmerzenden Füße unsere Clubbinpläne durchkreuzen konnten ging es gegen frühen Abend zur Rast ins Hotel um dann zeitig zum gemeinsamen Abendessen, einem Ausflug in eine Bar mit Livemusik und anschließend in einen Club zu huschen….. spätestens danach rächten sich unsere Füße jedoch wieder mit ungeahnter Wucht :+)).

Nach einer etwas späteren Weckershow am Montag folgte leider nur noch ein Abschlussfrühstück bevor es dann hieß – 780km Retour! Auch wenn wir diesmal knappe 12Std. brauchten – absolut lohnenswert.
Ich war total überrascht was für eine wunderschöne Stadt Chicago ist – selbst im Vergleich zu New York muss dieser Ort nicht hinterm Berg halten – ich persönlich würde da sogar Chicago den Vorzug geben. Natürlich gibts diesmal auch wieder eine Fotoauswahl im Ordner "Chicago".....