Mittwoch, 25. Februar 2009

Goodbye Canada!

Heute ist es soweit - in ein paar Stunden geht mein Flieger....
Das war Grund genug mir heute früh zeitig den Wecker zu stellen und
den Sonnenaufgang hier in Burlington zu genießen....


Jetzt heißt es "Goodbye" wunderschöne Monate in Kanada liegen hinter mir.
Aber wenn man es genau nimmt lasse ich ja nichts hinter mir. Die ganzen Eindrücke, Erfahrungen und Reisen, Freundschaften und Bekanntschaften - all dies
wird mich begleiten und auch wenn ich zurück bin in Deutschland gehen diese Erinnerungen nicht verloren!

Ich freue mich auf den Neustart und darauf wieder in der Nähe meiner Familie und Freunde zu sein... und auch das Wissen, dass die Fernbeziehung und die Trennungsphasen von meinem Schatz nun ein Ende haben macht den Abschied ein wenig
leichter :+)

Bis ganz bald in good old Germany,

Eure Vanessa

Dienstag, 24. Februar 2009

Abschied naht...

Letztes Wochenende ging es Samstag Abend nochmal zum ausgiebigen Feiern ins Devil's Martini nach Toronto...

Was soll ich sagen - ein wahnsinnig toller Abend, der den Abschied sicherlich nicht leichter macht! Aber es war schoen nochmal mit unserer Gruppe bzw. mit einem Großteil davon gemeinsam zu feiern:


Der Sonntag war nach diesem Spektakel dann eher ein wenig ruhiger - zumal am Montag eigentlich nochmal eine Dienstreise nach Moncton angesetzt war (das hätte wieder 5 Uhr Aufstehen bedeutet). Aufgrund des Wetter-/Schneechaos im Osten Kanada's wurde Sonntag Abend dann jedoch der Flug gecancelt (dafür durfte ich dann zum Abschluss eine 4-Std. Schulung via Netmeeting halten - ihr könnt euch das Vergnügen bestimmt vorstellen....) aber länger schlafen war dann dennoch drin :+))

Air Force One - Obama in Ottawa

Nachdem ich Obama ja letztes Wochenende in Washington schon knapp verpasst habe sollte mir wohl eine zweite Chance gegönnt werden... :+)

Letzten Donnerstag ging es für meinen Chef und mich auf Dienstreise nochmal nach Ottawa. In der Hektik der letzten Tage hatten wir beide vollkommen verdrängt, dass dies auch der Tag ist an dem Obama das erste mal nach Kanada - genauer gesagt Ottawa - reisen wollte.

Bereits vor dem Abflug in Toronto wurden wir dann jedoch daran erinnert, als wir informiert wurden, dass unser Flug aus genau diesem Grund eine Stunde verspätet starten würde (Sperrung des Luftraums wegen Landung von Air Force One). Nachdem wir dann landeten durften wir ca. eine halbe Stunde lang nicht mit unserem Flieger ans Gate, da wir genau neben bzw. vor Air Force One warten mussten, bis Obama das Flugzeug verlassen hatte - so begutachteten wir das Spektakel vom Flieger (bei der Gelegenheit machte mein Chef mit seinem Blackberry ein paar Schnappschüsse....)


Nach dieser Verspätung, hieß es dann weiter warten, da alle Straßen vom Flughafen zum Parliament Hill gesperrt waren..... was ein Spaß!

Auf unserem Rückweg hatten wir ähnliche Probleme, da unsere Rückreisezeit wieder zeitgleich mit Obama lag. Aber auch diesmal konnte ich dem neuen amerikanischen Präsidenten nicht die Hand schütteln - lediglich seinen Take-off am Abend konnten wir von unserem Gate ganz nah begutachten..... schon wieder einmal hieß es "knapp daneben ist auch vorbei" :+)

Dienstag, 17. Februar 2009

Washington, DC


Für mein vorletztes Wochenende in Kanada (seid ein paar Tagen steht fest, dass ich meinen neuen Job ab März beginnen werde und somit nächste Woche Mittwoch heim fliege) stand ein Roadtrip nach Washington DC auf dem Programm.

Nachdem ich spontan einen Gleittag am Freitag einlegen konnte und somit das ohnehin schon lange Wochenende (Montag war hier Feiertag) noch einmal strecken konnte, startete das WE für Sabrina und mich bereits Donnerstag Abend mit einem relaxten Sushi-to-go Abend bei Greys Anatomy/ Private Practice Special :+)

Freitag ging es dann zeitig los Richtung USA – nicht ohne Zwischenstopp an der Fashion Outlet Mall um noch mal ein wenig für die harten Zeiten in good old Germany vorzusorgen.

Unser Weg führte uns diesmal ca 740 km sued-oestlich quer über Stock und Stein. Der Grossteil der Strecke bietete weder Handyempfang, noch sichere Strassenverhaeltnisse. Bei meinen Dschungelausfluegen in Thailand und Malaysia waren die Strassen deutlich besser als diese. Unglaublich tiefe Schlaglöcher von wahnsinnigen Ausmaßen zierten unseren Weg – so war es auch kein Wunder, dass wir erst gegen Mitternacht unser Ziel erreichten (und fuer Zweifler – nicht nur der Shoppingstop war der Grund!).

Samstag hieß es dann wieder gemäß unserem Staedtetrip-Motto „Powersightseeing zu Fuß“:

- White House
- Washington Monument
- Ford Theatre
- Lincoln House (the house where Lincoln died)
- Capitol
- Capitol Hill
- Lincoln Monument
- Kennedy Centre
- Watergate Building

Sonntag hört sich dagegen schon fast gemütlich an….:

- Georgetown
- Arlington Cemetery and major Monuments
- Air Force Monument
- Pentagon
- Pentagon City (Shopping)

Montag Morgen entschlossen wir uns dann noch für einen Spaziergang entlang der Botschaften bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Ach ja – leider habe ich Obama nicht gesehen…. so was – aber knapp daneben ist auch vorbei….

Ich hoffe ihr seht es mir nach, wenn meine Berichte hier etwas kürzer werden, aber was soll ich sagen… der Countdown läuft…

Montag, 9. Februar 2009

Algonquin & Winterlude Ottawa

Nachdem meine Bewerbungsreise in Deutschland unglaublich schnell an mir vorbei gezogen ist, hiess es am 01. Februar wieder „back to Canada“.
Bei strahlendem Sonnenschein und einer wunderschoenen Winterlandschaft holte mich Sabrina in Toronto am Airport ab und es ging zum ausgiebigen Info-Austausch erstmal nach Burlington.

Da die Chancen bei ca. 80% lagen, dass es fuer mich schon zum Maerz wieder nach Deutschland geht wollten die anstehenden Wochenenden ja noch gut verplant werden und so schmiedeten wir unsere Plaene.


Ergebnis war dann am Samstag, den 07. Februar der fruehe Aufbruch zum Algonquin-Park. Schliesslich sollte man diese tolle Landschaft auch mal mit winterlichem Kleid gesehen haben. Wir wurden nicht enttaeuscht. Auch wenn die Sonne uns leider nicht begleitete waren die unberuehrten Winterlandschaften wirklich traumhaft schoen.
Bei zwei tollen loop-Spaziergaengen genossen wir unseren erneuten Algonquin-Trip.


Am spaeten Nachmittag ging es fuer uns dann noch weiter Richtung Ottawa. Hier hiess es „Winterlude Celebrations“ – die Hauptstadt zeigte sich wieder von einer ganz besonderen Seite. Ueberall wurde an Eisskulpturen geschnitzt, Schneeskulpturen wurden erbaut oder konnten direkt bewundert werden. Beeindruckend ist wirklich, was Besuchern hier geboten wird. Insbesondere fuer Familien ist es wohl wirklich ein Highlight. Unzaehlige Schnee-Riesenrutschen waren vorbereitet, Inuit-Kulturauaaftritte (Gesang, Tanz, Geschichten) wurden geboten, Hundeschlittentouren und Probe-Eisfischen wurden angepriesen.

Neben dem Besuch der Festival-Gegenden haben wir Samstag Abend und Sonntag natuerlich auch noch einmal die anderen Sehenswuerdigkeiten von Ottawa besucht.

Dieser Wochenendausflug sollte fuer uns mit einem Spaziergang auf der laengsten Eislaufbahn der Welt (Rideau-Kanal – 8 km Eislaufflaeche) enden! Ein wirklich besonderes Erlebnis auf diesem zugefrorenen Kanal einfach spazieren zu koennen.
An den Seiten stehen sogar Buedchen (Beaver Tails, heisse Getraenke etc.) auf dem zugefrorenen Kanal – unglaublich!

Donnerstag, 8. Januar 2009

Wo ist die Grenze?

Nach der Weihnachtswoche schloss sich auch in Kanada ganz logisch die Silvesterwoche an. Für Dennis ging es am 27.12 dann wieder Richtung Deutschland und für Ellen begann die Kanada-Zeit. Britta war dann leider doch nicht dabei - so ein Knie kann schon ganz schön Probleme machen..... (so viel schon mal vorab - wir haben dich vermisst!).

Also, nachdem wir Ellen vom Flughafen abgeholt hatten ging es erstmal zur Kanadataufe zum Tim Hortons um die Ankunft mir French Vanilla zu begießen und das ganze mit einem Chocolate Chunk zu festigen. Und da es ja einiges zu shoppen gab und der Regen uns Outdoor-Aktivitäten versagte ging es direkt ins Eaton Centre um schon mal kurz "anzushoppen". Nach dem Abendessen zu dritt ging es dann nochmal schnell zum Flughafen um danach ein wenig in Burlington zu ruhen.

Sonntag wurde ich dann sehr zeitig von meinem Besuch aus den Träumen gerissen (nachdem ich diese Prozedur ja schon eine Woche vorher mit meinem Schatz durchleben durfte kam ich so zumindest nicht aus der Übung und stimme mich nebenbei auch schon mal ein wenig auf deutsche Zeitverhältnisse ein :+). Genauso zeitig ging es dann nach dem Frühstück Richtung Niagara Falls. Da es ein wenig sehr windig war an diesem Sonntag und wir binnen Sekunden Gischt-geduscht waren machten wir uns recht bald auf in die USA um die Wirtschaft direkt lokal und persönlich zu unterstützen. Durchaus erfolgreich und erschlagen schrammten wir so gerade an unserer Tages-Shopping- und Ermüdungsgrenze vorbei und landeten sicher im Heimathafen Burlington.

Montag führte uns unser Weg nach Ottawa (allerdings nicht ohne unterwegs einen spontanen Einkaufsausflug in ein neben dem Highway herausragenden Outletgelände einzulegen). Gegen späten Nachmittag erreichten wir zur Dämmerung unser Ziel, erkundeten Ottawa bei Nacht - sehr empfehlenswert übrigens - vor allem der bunt geleuchtete Parliament Hill war eine Pracht! Ziemlich erschöpft genossen wir dann am ByWard market Lobster-Pasta bei einem Glas Wein. Dienstag folgte dann nochmal ausführliches Sighseeing bei Tag (and by the way - absoluter Sonnenschein und blauer Himmel) um auch nichts zu verpassen.

Ziemlich zufrieden konnten wir danach den Heimweg mit Zwischenstopp in Kingston antreten. Der Hunger führte uns dann am Abend zum Thailänder in Burlington um am nächsten Morgen gestärkt die Mapleview-Shopping-Mall um die Ecke zu begutachten und dann noch einen ausführlichen Spaziergang an der Waterfront zu machen.
Danach hieß es "Dirty Dancing" im Royal Alexandria Theatre - nachdem auch die Hebefigur ein voller Erfolg war mußte dieses Ereignis erstmal auf der Silvesterparty bei Arsalan gefeiert werden :+)

Da die Shopping- und Erschöpfungsgrenze noch immer nicht in Sichtweite war folgte am Neunjahrstag die Toronto-Sightseeing-Tour bei -12° einfach mal zu Fuß.... Was wir uns angesehen haben? - ALLES! und das in 6 Std. - inklusive Fahrt auf den CN-Tower natürlich (Toronto mit Puderzucker-Schnee-Überzug war auch nochmal eine weitere Fahrt für mich wert!).


Freitag ging es dann für Ellen ins Square One (in Mississauga) während ich mich langsam wieder ans Büro gewöhnen durfte. Dafür stand dann Samstag wieder gemeinsamer Spaß auf dem Programm "Halbtages-Hundeschlittentour in Haliburton". Um ein ähnliches "wir verlieren uns im Schnee"-Ereignis wie mit Dennis zu vermeiden ging es wieder sehr zeitig los. Pünktlich erreichten wir unser Ziel und genossen bei traumhaftestem Winterwetter die Tour! Diese sollte uns sogar über gefrorene Seen führen..... da habe ich doch gerne meine leicht aufmüpfige Hundescharr - inklusive einem Möchtegern-Huskie - in Kauf genommen, der ich auch zwei durchaus amüsierende Stürze zu verdanken habe! Bei meinem zweiten Sturz machte sich mein Schlitten dann selbständig - hätte Ellen's Schlitten neun Hunde statt vier gehabt - hätte ich sogar noch einen Strike feiern können nachdem mein Schlitten ihren ins Wanken brachte :+) Wirklich ein Spass...

Sonntag ging es dann nochmal über die Grenze - unsere Einkaufslisten mussten noch abgearbeitet werden ;+) und diesmal konnten wir die Niagara Falls mit winterlichem Eisschmuck begutachten!

Montag und Dienstag stand für mich wieder Büro-Total auf dem Plan und Ellen zog es nochmal nach Toronto und zum Hair-Wellness.

Passend zum Abschied gab es auch wieder Wetterwarnungen "freezing rain" ahoi.... kurzerhand hatte ich somit einen Gleittag eingeschoben, es wurde gesportelt und sehr zeitig Richtung Airport aufgebrochen....
Wo ist nur die Zeit geblieben? Die Shoppingergebnisse jedenfalls sind im Gepäck gelandet und haben die Freigewichtsgrenzen gut ausgereizt und die Erschöpfungsgrenze haben wir dann glaube ich auch ein wenig überschritten :+)

Jetzt heißt es für mich in 5 Tagen - ab über den Teich! Wie ich mich freue mal wieder die deutsche Grenze zu überqueren....

(bis dahin gibt es ein paar Fotos der letzten Woche im Ordner "Silvesterwoche")

Trans-Siberian Orchestra

Unsere wunderschöne Weihnachtswoche ließen wir Freitag Abend und somit am zweiten Weihnachtsfeiertag mit einem Besuch des Trans-Siberian Orchestra im Air Canada Centre ausklingen!

Wie sich bestätigte war das eine gute Entscheidung! Wahnsinnig tolle Show.... sobald ich mir von Sabrina die Videos besorgt habe wird an der Stelle noch eins fuer euch nachgereicht.

Donnerstag, 25. Dezember 2008

Weihnachten in Kanada

So, endlich sollte sich das lang ersehnte Weihnachtfest nähern! Freitag hieß es los zum letzten Arbeittag bevor fast 2 Wochen Urlaub angesagt sind. Bereits seit Tagen hoerte ich hier in den Nachrichten von der Schneesturmwarnung, aber da das hier ja nichts besonderes ist versuchte ich das ganze sehr gelassen zu sehen. Auch als es Freitag dann tatsächlich anfing sehr stark zu schneien und plötzlich 15cm Schnee die Straßen zierten brach ich tapfer gegen 11 Uhr auf um mich Richtung Flughafen aufzumachen und Dennis abzuholen. Meine Fahrt wurde dann jedoch schlagartig in der Autobahnauffahrt beendet, als ich im Schneehaufen steckenblieb... Warnblinklicht an, raus, verzweifeln, Handy raus und dann absolut erleichtert schauen, als zwei nette Kanadier mit ihrem Jeep stehenblieben, zwei große Schaufeln hervorholten und mich freischaufelten!!! Allerdings hieß es danach für mich nach Hause kämpfen (Sicht unter 50m - wenn überhaupt - alles war weiß - null Orientierung) und leider Abbruch des Unterfangen "ab zum Flughafen". Glücklicherweise kam Dennis dann mit dem Taxi und nach Abklingen des Sturms gut nach Burlington! - Weihnachten konnte kommen :+)

Samstag genossen wir nach einer kleinen Toronto-Shoppingtour nochmals gemeinsam mit Sabrina&Tom und Robert das Serena Ryder Konzert und das anschließende spektakuläre Feuerwerk am Nathan-Phillips-Square (meine Füße hätte man danach ähnlich wie kleine Eiszapfen abbrechen können bei Windchill -28°). Dennoch trauten wir uns auch Sonntag nochmals raus bei den arktischen Temperaturen - unser Ziel war das phantastische Paradiso-Restaurant im malerisch verschneiten "Alt-Burlington" und zurück ging es über die gletscheranmutende Waterfront (durch starken Sturm der Tage zuvor ist die ganze Waterfront mit 5-10 cm hoher Eisschicht bedeckt; Bäume bzw. Äste mit Eisschale die mindestens so dick ist wie die Äste selbst!).


Das nächste Abenteuer begann für uns am Montag - es ging Richtung Peterborough wo wir uns noch mit mehreren Bekannten von Dennis trafen und dann dort übernachteten um am Dienstag in aller Früh nach Haliburton zu einer Hundeschlittentour aufzubrechen. Der Weg sollte sich in diesem Fall jedoch schon als die größte Herausforderung herauskristallisieren! Mit Schnee und Eis rechneten wir ja, aber nachdem wir auf den "Highway" 48 abbogen und nach 15 Min nix außer steigende Schneepegel, enger werdende Straßen und Bäume nichts sehen konnten war meine Panik nach meinem Freitags-Erlebnis wirklich nicht mehr im Zaum zu halten... irgendwann wurde es auch Dennis zu viel und wir drehten um.... nach schweißtreibendem Rückweg und mit 1,5 Std Verspätung erreichten wir unser Ziel - natürlich hatten wir die eigentlich gebuchte Halbtagestour somit verpasst! Nun ja, somit machten wir die ca. 2 Std. Schnupperschlittenfahrt - unglaublich tolle Winterlandschaften, klirrende Kälte und ein einmaliges Erlebnis!

Hier zwei kleine Videos für euch:




Das eigentliche Weihnachtsfest haben wir dann sehr traditionell gefeiert, Weihnachtsgans, selbstgebackende Plätzchen, Weihnachtsbaum (wenn auch eine Miniaturvariante) und reicher Gabentisch :+).

Natürlich haben uns unsere Lieben daheim gefehlt - aber ansonsten sind es bisher traumhaft schöne Tage hier in Kanada...

Sonntag, 7. Dezember 2008

... jetzt auch mit Adventskranz bei -15°

Erst 7 Tage sind seit meinem letzten Blogeintrag vergangen - ihr werdet begeistert sein, was sich seitdem positiv in Richtung Weihnachtsvorbereitung entwickelt hat....


1. Ich habe einen Adventskranz kreiert (echte Tanne - wundervoller weihnachtslicher Duft macht sich in meiner Wohnung breit)
2. Die meisten Plätzchenzutaten wurden beschafft (scheitere noch an gemahlenen Haselnüssen, Küchenwaage bzw. alternative Meßmöglichkeit und Anis)
3. Heute waren wir in Kitchener bei winterlichen -15° auf dem Weihnachtsmarkt - natürlich nicht ohne Bratwurst im Brötchen und Glühwein zu genießen :+)
4. Es dauert nur noch 1,5 Wochen bis ich meine ganz persönliche Weihnachtslieferung am Flughafen in Toronto einsammeln kann :+)))))
5. Es dauert nur noch 2,5 Wochen bis mit Britta und Ellen mein nächster Deutschland-Besuch angeflogen kommt (Mädelz: das wird einfach nur toll!)

Heute morgen hieß es allerdings mal wieder Abschied nehmen - für Katharina wird es nach Zwischenstopp in Quebec City, Montreal und New York nach 3 Monaten Ausbildung Siemens Kanada auch schon wieder Richtung Deutschland gehen. Gestern Abend ging es aber vorher noch zum nachträglichen Geburtstagsessen zu einem unserer Lieblingsthai-Restaurants nach Burlington bevor wir uns im Schneesturm mit mal so ziemlich keiner Sicht geradeaus über das Festival of Lights (verschiedene Figuren aus bunten Lichern) an der Waterfront Richtung sicheres Appartment kämpften.

Bilder folgen hoffentlich die Tage (bin diesmal auf Zulieferung angewiesen :+))

By the way - meine Bewerbungsreise ist gebucht - werde am 15. Januar das erste mal nach 8,5 Monaten wieder deutschen Boden betreten - freue mich schon total einige von euch dann endlich wiederzusehen!

Sonntag, 30. November 2008

Kanadische Vorbereitung auf Weihnachten

In Deutschland würde ich heute meine (erste) Kerze am Adventskranz anzünden und die ersten Weihnachtsplätzchen genießen. Dazu vielleicht ein Glühwein nach einer Runde über den Weihnachtsmarkt. Der einzigste "Haken" - ich bin ja nicht in Deutschland. Einen Adventskranz suchte ich hier vergebens, Alkohol auf offenen Straßen steht man hier nicht sehr offen gegenüber (Glühwein ade) und mit Weihnachtsmärkten ist es hier auch ein wenig weit hergeholt. Da sich aber auch die Kanadier auf Weihnachten vorbereiten wollen schauten wir (Sabrina, Arsalan, Marno und Robert waren mit an Bord) uns gestern mal die hier gültigen Vorbereitungsprozedur am Nathan Phillips Square (Rathausplatz in Toronto) genauer an.....


Bei Livemusik mit teilweise weihnachtlichen Songs wurde das Festival "Cavalcade of Lights" eingeleitet, das seinem Namen alle Ehre machen sollte.



Der Höhepunkt des Abends war das abschließende Feuerwerk - einfach atemberaubend! Untermalt wurde das ganze von wunderschöner Musik. Ich hoffe sehr euch an dieser Stelle mit Videos anstatt von Fotos einen guten Eindruck vermitteln zu können:









Unglaublich toll die Stimmung gestern..... aber heute.... hätte ich trotzdem gern die ersten Weihnachtsplätzchen (vor allem die unschlagbaren Brownies meiner Ma!)... hmmm und ein Adventskranz habe ich immer noch nicht..... mal schauen ob ich mir für den zweiten Advent einen basteln kann (unglaubliche Herausforderung denen ich mich hier stellen muss :+))))

Mittwoch, 26. November 2008

NBA - Toronto Raptors live im Air Canada Centre


Am Mittwoch war es soweit - mein erstes Basketballspiel live - und dann direkt ein Spiel der Toronto Raptors (einzigstes kanadisches NBA-Team)! Was soll ich sagen, die Leistung von Chris Bosh war einfach unglaublich..... da lässt sich ein wenig Schwärmerei wohl kaum vermeiden.
Die Raptors haben gegen die Charlotte Bobcats 93:86 gewonnen - ohne Chris Bosh wohl undenkbar :+)))

Sonntag, 16. November 2008

Western Caribbean Cruise

Freitag früh ging es für mich nach Buffalo um von dort über Atlanta nach Miami zu fliegen. Nach ein paar Stunden endlos wirkender Wartezeit, richtiges Ankunftsterminal suchen und finden, landete auch Dennis in Miami und somit wir zwei in unserem Hotel um Samstag früh unser Kreuzfahrtschiff und unsere Oceanview-Kabine auf der Carnival Liberty zu beziehen. Dann hieß es Entspannung AHOI :+)


Samstag und Sonntag waren zunächst reine Seetage - nach dem Ablegen von Port Miami war zunächst erstmal nur Wasser in unserem Sichtfeld.
(Ok - das stimmt nicht ganz, die unzähligen absolut übergewichtigen Nimmersatt-Kreuzfahrt-weil-gutes-Essen-Reisenden konnten wir bei bestem Willen nicht übersehen)

Ausschlafen - zumindest ohne Wecker, aber aufgrund des Jetlag's von Dennis wurde auch ohne Wecker nicht wirklich ausgeschlafen; chillen und genießen (insbesondere die tollen Aussichten bei Sonnenuntergang) - die Stichpunkte die diese Tage am treffensten beschreiben!

Montag ging es dann das erste mal an Land - Cozumel, Mexico hieß das Ziel. Unser Tagesausflug führte uns jedoch zunächst nach Playa del Carmen und von dort aus nach Tulum, einer Maya-Tempelstätte direkt am Meer (http://de.wikipedia.org/wiki/Tul%C3%BAm). Nach der Erkundung dieses historischen Platzes wurde erstmal ein Bad in der karibischen See genommen - phantastisches Wasser, unglaublicher Strand und noch unglaublichere Aussichten....


Nach diesem Ausflug folgte noch ein Tagesausklang bei mexikanischen Köstlichkeiten im Hafen inklusive Sonnenuntergang bei Strawberry-Margaritas :+)

Zum Ausgleich folgte dann erstmal wieder ein Seetag um dann am Mittwoch nach Frühstück im Bett Grand Cayman Island zu erkunden. Zunächst wurde beim ausführlichen Schnorcheln erstmal die Unterwasserwelt begutachtet und für sehr ansehnlich erachtet. Um es mal unfachlich zusammenzufassen: Fische vielerlei Größen und Farben sowie teilintakte Riffe. Anschließend genossen wir das Baden und Dösen am bekannten Seven Mile Beach bevor wir ein wenig obligatorisch im Steuerparadies shoppten :+)




Am nächsten Tag erreichten wir bereits Ochos Rios, Jamaica. Der erste Eindruck war atemberaubend. Der Regenwald reicht hier tatsächlich fast bis direkt an den Strand. Nach Ankunft entschieden wir uns direkt zu den Dunn's River Falls zu fahren um noch vor dem großen Touristensturm dieses tolle Naturspektakel zu genießen - wie sich herausstellte genau die richtige Entscheidung. Da wir nicht Hand-in-Hand mit allen anderen Touristen in ihren gemieteten Wasserschuhen die Falls heraufkrabbelten konnten wir zeitweise ganz alleine ein Bad in den Wasserterrassen genießen!

Nach diesem Ausflug wurden wir erstmal ein wenig regen-geduscht....anschließend folgte dann eine kleine Erkundungstour durch die Port-Gegend und dann Entspannung an einer kleinen Privatbucht.

Der restliche Cruise-Ablauf ist wieder mit den obigen Stichpunkten am besten zu beschreiben..... wobei ein wenig Wasserrutschen war auch noch dabei :+) und einen leider unerfolgreichen Casinoabend hatten wir auch noch eingelegt - aber naja - wir kennen ja alle das entsprechende Sprichwort und man kann ja nicht überall Glück haben! :+)

Unser Fazit: sehr tolle Ziele, toller Cruise - aber dennoch keine Art von Urlaub die wir so bald nochmal machen würden. Die Zeit an Land ist einfach zu kurz um tatsächlich das Land zu erkunden und Plätze und Eindrücke abseits von den Touristenports zu ergründen. Die Zeit an Bord ist natürlich sehr entspannend aber dennoch ist es ein wenig hart die ganze Zeit das tolle Blau des Meeres zu sehen und dennoch nicht darin schwimmen, schnorcheln oder tauchen zu können.
Die Gourmet-Köstlichkeiten sind überwältigend - aber genauso überwältigend abschreckend ist es zu sehen, dass Essen für einige Leute die Hauptbeschäftigung für ihre Reise ist und wie achtlos unglaubliche Mengen aufgeschauffelt, übriggelassen und dann weggeschmissen werden.

Samstag sollte dann ja eigentlich schon wieder Abschied auf dem Programm stehen, aber aufgrund einer ungeplanten Reiseroutenänderung übernachtete Dennis nochmal eine Nacht in Burlington um dann am Sonntag wieder Richtung Deutschland zu fliegen.... Leider wieder viel zu schnell verflogen die gemeinsamen tollen Tage - diesmal dauert es jedoch nur 4,5 Wochen bis wir uns für ein gemeinsames Weihnachtsfest im winterlichen Burlington (Sonntag hat es hier bereits geschneit) wiederzusehen - ich sage mal "der Countdown läuft" :+)

So, dann lasse ich mich mal überraschen wie lange ich dieses Entspannungslevel morgen im Büro aufrechterhalten kann..... hmmmmm.....naja wenn ich wieder meine Erinnerung auffrischen muss schaue ich mir auch nochmal die Fotoauswahl an die ich für euch wieder online gestellt habe!

Bis bald,

Eure
Vanessa

Montag, 3. November 2008

Abschied von Bine & Halloween...

die letzten zwei Wochen waren doch recht düster.... zumindest im übertragenen Sinne!
Vorletztes Wochenende gab es nach sechs gemeinsamen Monaten in Kanada ein Abschied zu verzeichnen.... für Bine ging es zurück nach Deutschland! Natürlich nicht ohne am letzten Abend nochmal gemeinsam Clubben zu gehen. Für dieses Ereignis - und die Überraschungsparty für ihren Freund ging es am Freitag in die C-Lounge in Toronto (Fotos ergänzt unter "Toronto bei Nacht (Clubbing)").... danach hieß es bis bald!


Was ist sonst noch so passiert? - Ich habe die ersten Schneeflocken gesehen.... ok ok, es waren höchstens so 4 auf der Heimfahrt vom Büro - aber NICHT nur ich habe sie gesehen... wie mir eine Nachbarin im Fahrstuhl dann bestätigte. Nun fein, dass wäre für diesen Blogeintrag wohl genug Liebe zum Detail :+)... sonst gab's mal wieder gut Arbeit, Yoga, Sport, Spaziergänge und Burlington Restaurant-Erkundungen.... jammiiii!


Freitag ging es dann zu einer privaten Halloweenparty in Toronto - wirklich ein Spass! Vor allem die Kreativität bzgl. einiger Kostüme war echt bemerkenswert. Natürlich gibt es auch hier wieder einige Fotos für euch... diesem zelebrierten Halloween Spektakel habe ich auch ein eigenen Ordner gewidmet.



Das nächste Update gibt es dann in zwei Wochen, denn am Freitag geht es für mich nach Miami um dann ab Samstag mit meinem Schatz eine einwöchige Kreuzfahrt zu genießen.... nach sieben Wochen haben wir uns das wohl verdient :+)

Dienstag, 21. Oktober 2008

Wellen der Weltwirtschaftskrise in Burlington?


Mittlerweile ist der Indian Summer auch bis an die Waterfront in Burlington gerückt. Die Temperaturen entschließen sich mit den aktuellen Aktien- und Finanzmarktentwicklungen zu harmonisieren und gehen eindeutig nach unten - von einer Krise ist hier umgebungstechnisch aber noch lange nicht zu sprechen!
Das letzte Wochenende verbrachte ich einfach mal in meinem krisensicheren kanadischen Heimathafen (ohne Wecker - dafür mit einmal Yoga extra) und meiner direkten Umgebung - Spaziergänge in der Herbstsonne in Burlington Downtown, Waterfront und Beach (ok ok ein kleiner Shoppingausflug in eine Outlet-Mall war auch dabei, aber gewisse Ritualien sollte man auch pflegen - außerdem wäre somit mein Anteil zur Wirtschaftsunterstützung geklärt :+)))...

Damit ihr euch einen Überblick über die aktuelle Nicht-Krisenlage hier verschaffen könnt gibt es ein paar Fotoergänzungen in meinem ersten Album "Wohnung & direkte Umgebung".

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Chicago oder auch „the windy city“...

… nachdem ich in New York ja bereits das gleichnamige Musical gesehen habe folgte nun die Begutachtung des Ortes des Geschehens – es ging auf nach Chicago.
Erste elementare Richtigstellung: Chigaco hat nicht etwa wegen seiner Wetterverhältnisse den Kosenamen „windy city“ sondern eigentlich wegen der historisch politischen Situation oder vielmehr der Politiker, die ihre Einstellungen und Entscheidungen so schnell änderten wie sich andernorts der Wind dreht…. – aber davon ab, kann es aufgrund der geografischen Lage natürlich dennoch recht windig werden…

Freitag wurde überpünktlich das Büro verlassen um gegen 13:30 von Burlington zu starten.
Unsere 5-Personen-Reisegruppe war folgendermaßen zusammengesetzt: Sabrina, Arselan, Moe, Katharina (seit September Ausbildungseinsatz Siemens Kanada) und meinereins.
So, nachdem diese Personalien geklärt wären wenden wir uns wieder der Reiseroute zu.

Nach einer kleinen Stärkung ging es Richtung Westen…. durch Ontario, über die Grenze nach Detroit, durch Michigan, Indiana und schließlich durch Illinois nach Chicago. Inklusive Rast bei Pizzahut kamen wir nach ca. 10 Std. Fahrt etwas gerädert in Chicago an. Schon bei der Ankunft entschädigte die Skyline by night für die Fahrt und lockte uns nach dem Check-Inn in unserem sehr passablen Hotel direkt an der Michigan Avenue (Magnificent Mile) noch auf eine erste nächtliche Erkundungstour. Somit bekamen wir einen guten Eindruck von der direkten Umgebung und genossen die imposante Skyline beim Schlendern durch Chicago. Besonders nett war die Begegnung mit dem Nachtportier vom Marquette Building (1895 fertig gestellt und „Denkmal“ für die architektonische Vielfalt und Besonderheit Chicagos), denn dieser lud uns förmlich ein Nachts um halb zwei noch ein wenig das Gebäude vom Inneren zu begutachten (sehr lohnenswert - http://en.wikipedia.org/wiki/Marquette_Building_(Chicago)).

Am Samstag ging es nach dem Tagesstart beim Frühstück (mein Favorit der Wecker – da war er wieder und sollte mich diesem Wochenende auch wieder verfolgen!) auf die sportliche „zu-Fuß-Erkundungstour“. Stationen waren die Library, Sears Tower, Brücken Chicago River Ecke Monroe Street (bedingt durch Start einer Segelbootgruppe wurden Brücken gerade geöffnet), Union Station, Civic Opera House, Washington Street, City Hall, Millenium Park (hier hat mich das “Cloud Gate” besonders begeistert – gibt es natürlich auch einige Fotos von :+)), Michigan/Magnificient Mile, Wrighleys Building, Historic Watertower und….. der Disneystore (spätestens hier kam ich ins Schwärmen – Bambi und Co. sind einfach klasse :+))


Die Mittagspause verbrachten wir in einem italienischen Restaurant mit einigen kleinen Showeinlagen – Katharina musste bei Ankunft unserer Calamari-Vorspeise erstmal das Weite suchen, da sie sehr allergisch auf Aussehen und Geruch etwaiger Meeresfrüchte reagiert und Sabrina bekam bei ihrem Shrimps-Salat tatsächlich 2 Shrimps serviert, die somit so grade den Plural rechtfertigten….. nun ja – ich war mit meiner Wahl glücklicherweise sehr zufrieden.
Nach der Pause ging es dann auf das Hancock Building um die Stadt und ihre architektonischen Highlights von oben zu genießen. Nach diesem Ausflug über die Dächer Chicagos ging es am Abend Richtung Navy Pier um die nächtliche Skyline aus dem Ferris Wheel (Riesenrad) zu begutachten.
Anschließend waren wir uns einig, dass wir an diesem Tag genügend Kilometer zu Fuß zurückgelegt hatten, so dass wir für die restliche Abendgestaltung (frischen und hübschen im Hotel, Drink in irischem Pub – ja, ja, das mit der Jazzbar sollte an diesem Abend leider nix werden) auf die nette Erfindung des tariffreien Chicago-Trolley und U-Bahn zurückgriffen!

Nachdem wir dann Sonntag von meinem Freund dem Wecker in den Tag geleitet wurden und unser Frühstück genossen hatten ging es in unterschiedlichste Richtungen… für Katharina und Moe ging es ins Museum, für Arselan ins Planetarium und Sabrina und ich genossen die Chigaco Beaches bei absolutem Sonnenschein. Später traffen wir uns dann wieder zum obligatorischen Shopping in dem Water Tower Place (sehr ansehnliche Shoppingmall). Anschließend folgte noch die Begutachtung des Chicago Culture Centre (ehemalige sehr schmucke Bücherei mit Tiffany’s Kuppeln). Damit uns an diesem Abend keine schmerzenden Füße unsere Clubbinpläne durchkreuzen konnten ging es gegen frühen Abend zur Rast ins Hotel um dann zeitig zum gemeinsamen Abendessen, einem Ausflug in eine Bar mit Livemusik und anschließend in einen Club zu huschen….. spätestens danach rächten sich unsere Füße jedoch wieder mit ungeahnter Wucht :+)).

Nach einer etwas späteren Weckershow am Montag folgte leider nur noch ein Abschlussfrühstück bevor es dann hieß – 780km Retour! Auch wenn wir diesmal knappe 12Std. brauchten – absolut lohnenswert.
Ich war total überrascht was für eine wunderschöne Stadt Chicago ist – selbst im Vergleich zu New York muss dieser Ort nicht hinterm Berg halten – ich persönlich würde da sogar Chicago den Vorzug geben. Natürlich gibts diesmal auch wieder eine Fotoauswahl im Ordner "Chicago".....

Montag, 29. September 2008

Indian Summer im Algonquin Park

"Indian Summer" - jeder verbindet damit sehr farbenfrohe Wälder im Spätsommer/ Herbst. Auch ich habe es so oft gehört und war mir eigentlich durchaus bewußt wie wunderschön das ganze in den dafür bekannten Regionen aussehen muss. Mit dieser generellen Vorstellung des Indian Summer "Farbenprach in den Wäldern Kanada's" starteten letzten Sonntag Tom, Sabrina und ich für ein Tagesausflug in den Algonquin Park.

Bereits auf der Fahrt Richtung Norden und kurz nach dem Verlassen der GTA dachten wir die Farbenspiele überwältigen uns. Die Eindrücke und das Farbenmeer im Park topten dann jedoch jegliche meiner Vorstellungen! Ich bin noch immer total fasziniert - einfach "wonderful"....


Ein weiteres Highlight war dann noch ein Moose mit Geweih, dass kurz hinter uns die Strasse überquerte! (zur Erinnerung: von einem Moose ohne Geweih wurden Sabrina und ich im Westen ja schon mal fast umgerannt - aber eines mit Geweih konnten wir bis Sonntag noch nicht live beobachten).

So, bevor ich euch hier weiter mit Worthüllen versuche etwas von "wie im Farbkasten gelandet..." zu erzählen, wünschen ich euch jetzt lieber viel Spaß beim Durchstöbern meiner Bilderauswahl!

Mittwoch, 24. September 2008

Yoga

Bald ist so ziemlich Halbzeit für mich in Kanada. Insbesonders wenn man berücksichtigt, dass ich im Januar tendenziell zwei Wochen für die Bewerbungsreise in Deutschland verbringen werde (by the way: Freue mich schon unglaublich darauf dann einige von euch endlich wieder zu sehen!).

Letztes Wochenende war ich ausnahmsweise mal nicht unterwegs, sondern habe mir mal wieder ein wenig Zeit für mich, für Deutschland-Telefonate und ausgiebiege Skype-Sessions gegönnt und mir Gedanken über meine persönlichen Ziele (ein ausgiebiges EFA gibt es ja dieses Jahr hier nicht - also muss man sich ja andersweitig austoben :+) für meine zweite Halbzeit hier gemacht.

Da die Wochenendtrips jetzt wetterbedingt ja tendenziell abnehmen werden, habe ich beschlossen die Zeit hier auch dafür zu nutzen, mal etwas auszuprobieren was mich schon länger interessiert, ich bisher jedoch noch nicht ausprobiert habe, da mir in Deutschland aufgrund meines Privatvergnügens "berufsbegleitendes Studium" in den letzten Jahren die Zeit irgendwie gefehlt hat.... - Yoga! (und da bin ich nicht durch meine heimliche Leidenschaft für Yogi-Bär drauf gekommen wie vielleicht einige spekulieren könnten.... nein nein - wäre für mich als Wahlkanadierin ja auch ziemlich strafbar einen Bär aus einem USA-Nationalpark zu verehren :+)


Also liebe Leute, wenn alles nach Plan verläuft bin ich somit in ein paar Monaten die Reinkarnation eines furchtbar entspannten und relaxten Flummis (zumindest sollte ich das werden wenn ich mir so einige andere Kursteilnehmer anschaue). Bisheriges Fazit - gar nicht mal so einfach aber immerhin anstrengend. Allerdings auch extrem angenehm und bisher (mittlerweile habe ich 3 Kurse überlebt) macht es echt viel Spaß!
Weiteres Fazit: Ashtanga ist eher die "Powervariante" während "Iyengar" eher stark auf die einzelnen Posen, deren längere Haltung und Bedeutung ausgelegt ist. Naja, nach meiner Probewoche werde ich dann mal versuchen mich auf einen Kurs festzulegen... bis dahin.....sag ich mal bis ganz bald!
(hierzu an dieser Stelle mal keine Bilder :+))

Freitag, 19. September 2008

Vancouver

Bereits am Mittwoch (10. Sept.) folgte der nächste Kurzurlaub – nach ein paar Stunden im Büro ging es Richtung Airport Parking Toronto. Von dort aus konnte der Trip im Doppelpack weitergehen – ab zum Terminal, obligatorischer Tim Horton's Stop und dann auch schon ab in den Flieger Richtung Vancouver. Nach ca. 5 Std. Flug erreichten wir unser Ziel, an dem es dank der Zeitverschiebung von 3 Stunden auch noch gar nicht so spät war.
Also konnten wir nach dem Hotel-Check-in noch gemütlich die nähere Umgebung erkunden und uns mit ein paar kulinarischen Kleinigkeiten für einen relaxten Hotelabend eindecken.

(Donnerstag 11. September: blauer Himmel, wolkenlos, Sonne, 25 Grad)
Folglich konnten wir Donnerstag früh vollkommen ausgeschlafen unseren Tag beginnen…. Nach einem ausgedehnten tollen Frühstück starteten wir Richtung Canada Place um den Blick auf North Vancouver zu genießen und ein wenig den VW-Golfkontest zu beobachten. Anschließend bummelten wir ganz entspannt durch Chinatown – danach folgte die Erkundungstour durch Guesttown (dort hatte es mir die Steam Clock besonders angetan – so toll „nostgalgisch“!).
Am Nachmittag schlenderten wir nach einer Café-Pause und Sonnengenuß die Robson Street (Flaniermeile Vancouvers) entlang bevor wir dann den Tag in einem ganz fantastisch netten Sushi-Restaurant ausklingen ließen…. na ja nicht ganz – danach ging es noch zu einem Abendspaziergang an den Hafen!


(Freitag 12. September: blauer Himmel, wolkenlos, Sonne, 25 Grad)
Am nächsten Morgen entschieden wir uns für einen Ausflug nach Granville Island. Mit dem Taxi-Boot ging es zum Ziel um das Frühstück dann in die Erkundung des Public Markets und dem Relaxen in der Sonne einzubetten. Anschließend schlenderten wir dann noch ein wenig durch die Gassen, begutachteten die in Granville Island nicht unüblichen Hausboote und setzten dann wieder mit dem Taxi-Boot über nach Downtown Vancouver, wo wir uns auch unser Hotel gebucht hatten. Natürlich ging es aber noch nicht zurück ins Hotel, sondern mit der Fähre nach Vancouver Island. Dort angekommen folgte dann ein Ausflug auf den Grouse Montain – absolut lohnenswert! Unglaublich schöne Eindrücke und Ausblicke auf Vancouver und tolle Stunden in der Natur. Nach der Ankunft in Downtown Vancouver ging es zum Abendessen und Schlendern nochmals nach Guesttown.

(Samstag, 13. September: blauer Himmel, wolkenlos, Sonne, 25 Grad)
Für Samstag stand Stanley Park auf dem Programm – Spaziergang im Wald, Spaziergang am Strand, Relaxen am See und später mit Ausblick auf Downtown Vancouver. Abgerundet wurde der Besuch des Parks mit dem Spaziergang am Hafen und dann ging es zurück ins Hotel wo wir uns für das Abendessen im Lookout Restaurant hübschten :+)
Denke konnten dennoch nicht die tollen Ausblicke bei Sonnenuntergang übertrumpfen……



(Sonntag, 14. September: blauer Himmel, wolkenlos, Sonne, 25 Grad)
Leider verging die Zeit wie im Fluge und außer einem Frühstück an der Robson Street gab es Sonntag nur noch den Ausflug zum Flughafen und die Rückreise!
Falls es in den Ausführungen noch nicht deutlich geworden ist: Ganz toller Kurzurlaub!
Leider war das der Abschiedstrip für mich und Dennis. Am 17. September ging es für ihn ja schon zurück nach Deutschland – aber da die Zeit ja immer so schnell vergeht sehen wir uns ja ganz bald wieder!

Dienstag, 9. September 2008

interkulturelles WE

Das erste Wochenende im September kann man wohl sehr gut als interkulturelles Wochenende bezeichnen. Am Mittwoch landeten Martin und Sarah in Toronto.
Martin ist momentan im Infojahr in Guadalajara, Mexico und Sarah, seine Freundin noch in Deutschland, bevor es für sie bald auch nach Mexico geht. Die beiden trafen sich erst in New York um dann nach Kanada weiterzureisen.
Soviel mal zum interkulturellen Aspekt :+)

Da ich leider kein Urlaub hatte konnte ich erst am Freitag Nachmittag dazustoßen.
Somit ging es dann nochmal zum Dinner auf den CN-Tower…..aber natürlich nicht ohne auf dem Hinweg mal wieder ein wenig die kanadische Stausituation zu bewundern und genießen.
Der Ausblick und das Abendessen entschädigten uns jedoch!
Anschließend wurde noch ein wenig auf dem Aussichtsdeck geschlendert und dann hieß es Clubbing in Toronto!

Diesmal entschieden wir uns für einen Abstecher ins Circa. Der Club konnte was seine Aufmachung anging durchaus überzeugen – sehr ausgefallene „Deko“ und tolle Besonderheiten. Im Circa trafen wir dann noch auf Sabrina, Arselan und Andre – der Spaß konnte beginnen. Nachdem irgendwann die Müdigkeit siegte ging für Dennis und mich zwischen zwei und drei zurück nach Burlington – auch diesmal wurden wir von einem Stauereignis beglückt!!!! – statt 45 Min wurden mal schön 2 Std. für die Rückfahrt vergeudet (inkl. spontanem Fahrerwechsel auf der Autobahn, da die Müdigkeit mich selbst vor dem Steuer nicht verschonte).

Samstag stand dann erstmal Ausschlafen (also ohne Wecker!) und gemütliches Frühstücken auf dem Programm bevor wir Martin und Sarah gegen 14 Uhr in ihrem Hotel aufgabeln wollten – richtig – aufgabeln wollten…. der Stau machte uns wieder einmal einen Strich durch die Rechnung. Endlich am Ziel angekommen ging es dann zu viert weiter nach Peterborough. Nach kurzer Entspannungspause ging es auf Erkundungstour der näheren Umgebung (Seenlandschaft, Burleigh Falls). Nach dem Abendessen im Montana’s folgte der Ausklang bei mexikanischen Nationalgetränken und kanadischem Gerstensaft.

Sonntag hieß es dann leider schon wieder Abschied nehmen – für Sarah ging es zurück nach Deutschland, für Martin nach Mexico.

Die Bilder findet ihr wie üblich rechts.

So, dann bis ganz bald – am Mittwoch geht’s nach Vancouver, danach dann wieder ein neues Update!

Mittwoch, 3. September 2008

Quebec pur!


Am Freitag ging’s endlich wieder auf die nächste Reise. Ein 4-tägiger Trip nach Quebec stand an. Mit von der Partie außer Dennis natürlich ;-) waren noch unsere Boca Raton-Freunde Franzi und Matze aus Florida sowie Bine, die momentan für zwei Wochen in Montreal arbeitet.
Schon am Donnerstag wollte ich schon am späten Nachmittag in Peterborough eintreffen, doch die elende Rush Hour in der Torontoer Gegend machte die eigentlich 2-stündige Fahrt leider zu einer 4-stündigen. So musste ich mich erstmal wieder aufgeheitert werden... Nach einem dann gemütlichen Abend ging es dann am Freitag um 7:00 morgens (ja, wieder mal der gute Wecker) los Richtung Montreal. Nach gut 5-stündiger Fahrt erreichten wir dann auch die Stadt um kurze Zeit später Matze und Franzi zu treffen, die schon morgens mit dem „Greyhound“ (Bus) aus Boston angereist waren. Nach der fröhlichen Begrüßung gings in den Parc Mont Royal auf einen Spaziergang mit schönem Blick auf die Stadt.
Nachmittags mussten wir alle nach dem Einchecken im Hotel erstmal etwas ausruhen, bevor es dann abends wieder Richtung Innenstadt gehen konnte. Allerdings gestaltete sich die Anfahrt zum Hotel nicht ganz einfach. Erstens wegen der „grandiosen“ Verkehrsführung in Montreal (oder sogar ganz Quebec), zweitens weil wir erst munter mit unseren Koffern im falschen Holiday Inn aufschlugen. Nach dem freundlichen Hinweis des Mitarbeiters mussten wir also wieder los und zurück ins Auto…
Der Abend war dann wieder schön. Nach einem kleinen Bummel durch die Stadt führte uns der Weg in ein nettes Restaurant von wo wir das bunte Treiben auf der Strasse schön verfolgen und leckeres Essen genießen konnten.
Anschließend ging es noch einmal auf einen kleinen Spaziergang nach Vieux Montreal, wo wir dann auch noch einmal in einem Café Halt machten.
Am Folgemorgen ging es direkt Richtung Quebec City, auf dem Weg gab es allerdings selbstverständlich erstmal Frühstück. Wo? Bei Tim Hortons natürlich! ;-)
In Quebec gings direkt in die Stadt, von der wir alle gleich im Gegensatz zu Montréal begeistert waren. Eine echte „Altstadt“ (Quebec feiert 400 jähriges Bestehen), schöne kleine Cafés, Restaurants und Geschäfte, kleine Gassen und tolle Gebäude.
Nach einem erneuten Päuschen im Hotel gings dann abends wieder in die Stadt. Da es anschließend schon etwas später war gestaltete sich Matzes Suche nach dem sehnlich erwünschten Crèpe etwas schwierig, dies sollte uns dann erst am Folgetag gelingen.
Vorher jedoch war ein echtes Highlight dieser Reise angesagt: Whale watching (Wale beobachten) am St.Lorenzstrom bei Tadoussac. Alleine die etwa 3-stündige Fahrt dorthin lohnte sich bereits sehr und gehört zu den wohl schönsten Strecken in Kanada.
Dort angekommen ging es dann schon kurze Zeit später auf unser Boot raus zur etwa 2,5-stündigen Entdeckungsfahrt. Und wir wurden an diesem Tag besonders belohnt! Ohne übertreiben zu wollen konnten wir bestimmt 20 Wale verschiedenster Art beobachten (vom kleinen Baby-Minkwal über schneeweiße Belugawale bis zum riesigen Finnwal, ca.18-24m lang und 40-70t schwer!!! war alles dabei). Ein wirklich faszinierendes Erlebnis, wenn sich diese Riesen der Meere erhaben aus dem Wasser erheben um ihre verbrauchte Luft auszublasen.


Auf der Rückfahrt machten wir Halt in Baie St.Paul, einem sehr schönen kleinen Örtchen, was uns schon auf der Hinfahrt aufgefallen war, um Quebecois-französisch, also Pizza mit Pommes ;-) zu Abend zu essen.
Nach Bewältigung der restlichen Rückfahrt ging es noch mal in die Stadt um Matzes Traum von einem Crèpe war werden zu lassen. Natürlich nicht irgendein Crèpe, sondern scheinbar im bekanntesten Crèpe-Restaurant von Quebec, wie die Warteschlange vermuten ließ.
Fazit: alle waren glücklich, die Crèpes waren wirklich super!
Um die mühsam aufgenommenen Kalorien ein wenig zu nutzen schlenderten wir anschließend noch ein wenig über die Terrasse Dufferin und um das Chateau Frontenac.

Montags entschlossen wir uns, noch die Wasserfälle in Montmorency, einem beeindruckenden Naturspektakel, zu besichtigen.
Die zweite Tageshälfte war dann wieder von ereignisreichen Stunden und Erlebnissen mit dem Quebec-Verkehrssystem geprägt.
Keine tolle, aber immerhin vorhandene Ausschilderung, Stau und fast verpasste Rückflüge hinterließen ihre Spuren. Wir konnten unsere Freude kaum verbergen als wir die Staatengrenze nach Ontario wieder überquerten. Leider aber auch gottseidank ohne Matze und Franzi, die doch noch ihren Flug erwischten.
Nach einer kurzen Stärkung bei Harvey’s und einer weiteren unfreiwilligen Staupause erreichten wir gegen 22:15 Uhr nach ca. 8 Stunden Fahrt endlich wieder das Chalet in Peterborough.

So ihr Lieben, dann schauen wir mal, wann der Wecker das nächste Mal wieder klingelt. Ich tippe mal darauf, dass dies bei unserer nächten Tour nach Vancouver eher später oder gar nicht der Fall sein wird!!!

In diesem Sinne, machts gut, und vergesst nicht wieder die Bilder rechts im Album anzuschauen.